Welches deutsche Unternehmen hat die besten Drucktechniker? Antwort darauf gibt der Bundeswettbewerb Drucktechnik. Dort gilt es, den beste Drucktechniker zu ermitteln, der bei den WorldSkills oder EuroSkills Berufsweltmeisterschaft an den Start gehen wird.
Die zunehmende Digitalisierung der Produktion, die längst die Grenzen der Druckvorstufe überschritten hat und mehr und mehr die Qualifikationsanforderungen im Druck mit beeinflusst, hat die fachlichen Anforderungen an Drucker und Druckerinnen verändert. Je nach Druckverfahren werden dabei unterschiedliche Be- und Verarbeitungsprozesse von Daten angewendet, die insgesamt unter dem Sammelbegriff "Computer-to-Technologien" zusammengefasst werden. Diese Entwicklung führte auch zu der Entstehung eines neuen Druckverfahrens, dem Digitaldruck. Daneben ist insbesondere für Massendrucksachen ein zunehmender Automatisierungsprozess zu verzeichnen. Früher eher manuell geprägte Fertigungsabläufe sind zunehmend durch Prozesssteuerung und -planung bestimmt. Druck- und Druckweiterverarbeitungsanlagen wachsen zusammen; Technologien wie Leitstandtechnik oder Inlineproduktion sind deshalb im rotativen Bereich heute fast Standard. Neben den neuen Verfahrenstechnologien berücksichtigt die Neuordnung auch veränderte Formen der Arbeitsorganisation, die zu einer stärkeren Gewichtung überfachlicher Qualifkationen wie Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Planungsfähigkeit in der Berufsausbildung führen.
Seit der Neuordnung im Jahr 2000 erfolgt die Ausbildung zu einem Drittel der Ausbildungszeit in einer der vier Fachrichtungen Flachdruck, Hochdruck, Tiefdruck oder Digitaldruck, hinzu kommen noch Wahlqualifikationseinheiten.