Geschichte:
- Ca. 300 v. Chr.: Reisanbau kommt aus China/Korea nach Japan
- 12. – 19. Jahrhundert: Schogune beherrschen mit ihren Samurai-Kriegern das Land
- Abschließung des Landes 1641-1853, danach radikale Öffnung zum Westen
Religionen:
- Shinto: Naturreligion, zahllose Götter, Lebensfreude, Betonung von Diesseits und Körper, Reinheit
- heilige Stätten: Schreine (Jinja) in der Natur, mit Toren (Torii)
- Buddhismus: seit ca. 5. Jahrhundert aus Indien über China und Korea gekommen, Betonung von Weisheit und Verzicht, weltabgewandt – heilige Stätten: Tempel (O-Tera), Hausaltäre
- Christentum: nur 1-2 % Christen, aber oft Oberschicht, oberflächlicher christlicher Einfluss durch Weihnachtsfest, etc. Ca. 300 v. Chr.: Reisanbau kommt aus China/Korea nach Japan
- Konfuzianismus: Betonung von Loyalität gegenüber Eltern und Obrigkeit, auch Betonung von Etikette, Riten, Sitten
Kommunikation:
- Kenntnisse in der Englisch-Lektüre oft gut, im Sprechen oft schlecht
- große Hemmschwelle beim Sprechen
- andere Aussprache durch einfachere Lautstruktur des Japanischen
Verhalten - Begrüßung:
- sich verbeugen
- Visitenkarte beidhändig überreichen und entgegennehmen, lesen, eventuell Fragen stellen, nicht in die Gesäßtasche stecken
- höhergestellte Persönlichkeiten vorstellen
Verhalten - Körpersprache:
- lächeln, auch bei ernsten Themen
- Zeigen mit der ganzen Hand
- Leute eher nicht anfassen
- häufige Verbeugungen; Gesten, bei denen man kleiner wird
Verhalten - Kleidung:
- saubere, modische, konservative Kleidung, keine grellen Farben, oft graue Anzüge
- Männer: keine kurzen Hosen
- Frauen: zeigen gern Bein, aber kein Dekolleté; feminine Kleidung gern gesehen
- Schuhe ausziehen an der Schwelle, am Hauseingang oder vor Tempeln, umdrehen; Pantoffeln nicht in Tatami-Räumen; vor der Toilette die Pantoffeln wechseln
Verhalten - Hygiene:
- auf körperliche Sauberkeit achten
- sich vor dem Baden gut waschen
Verhalten – Essen und Trinken:
- keine feste Reihenfolge beim Essen, alles abwechselnd essen
- Reisschälchen wird meist angehoben, auch, damit nichts von Mund oder Stäbchen fällt
- Stäbchen nicht in den Reis stecken, sondern auf Stäbchenhalter oder Tablett legen
- mit den oberen Enden der Stäbchen können Speisen an andere weitergegeben werden, aber in formellen Situationen eher nicht
- keine Sojasoße auf Reis, keinen Zucker in den grünen Tee
- Schlürfen beim Nudelessen erlaubt / erwünscht
- sich gegenseitig einschenken
- das Essen nicht kritisieren, keine Sonderwünsche äußern – einfach übriglassen, was zu viel ist oder nicht schmeckt
- getrennte Rechungen sind unüblich
- bezahlen an der Kasse, nicht am Tisch, kein Trinkgeld geben
- nicht im Gehen essen
Geschäftliches & Allgemeines:
- pünktlich sein
- Menschen nicht kritisieren
- sich häufig entschuldigen, auch für Nichtigkeiten
- Nein sagen durch die Blume
- den Gesprächspartner häufig loben, sich selbst abwerten
- eigene Meinung nicht übertrieben betonen
- Angebotenes nach Möglichkeit annehmen, keine Reden über die eigenen Vorlieben halten
- Ablehnung ist oft nur Höflichkeit
- in Geschäftliches fließt viel Privates ein
- sauber verpackte Geschenke von guter Qualität mitbringen
- Geschenke werden „theoretisch“ nicht gleich geöffnet, in der Praxis aber oft doch
- Kontakte pflegen, lächelnd grüßen
- Konversation machen, Interesse zeigen, viele Fragen stellen und beantworten, lieber etwas Belangloses sagen als gar nichts
- Nase putzen nur abgewandt und nicht während des Essens, Hochziehen erlaubt, Nase putzen nie mit Stofftaschentuch – Stofftaschentücher zum Schweißabwischen
- Höhergestellte sitzen im Auto hinten